Aus Liebe zur Natur

 

Hilfst du mit, umfangreiche Waldrodungen zu verhindern, oder klebst du dich nur auf der Straße fest, um deinen Unmut darüber auszudrücken?

 

Hilfst du mit, die Wälder und Baumbestände vor jeglicher Art von Schäden zu schützen, oder nutzt du lieber Holzbesteck, um wiederverwertbare Plastik zu vermeiden?

 

Schützt du unseren Boden und unsere Gewässer vor profitgieriger, industrieller Bebauung, oder fährst du einfach nur Elektroauto oder Lastenfahrrad?

 

Schützt du die menschliche Gesundheit, indem du dich für Lärmschutz, Luftreinhaltung, den Schutz vor Belästigung durch Gerüche, sowie die Unterstützung der Selbstheilungskräfte einsetzt? Oder glaubst du daran, dass alle gesund bleiben, wenn nur noch Politiker fliegen und Auto fahren, wenn man in jeder Ecke von einem Kiffer legal zugedröhnt wird, wenn jeder Mensch auf dem Globus eine Maske trägt und sich am besten jedes halbe Jahr gegen die Klimabedrohung impfen lässt?

 

Bevorzugst und unterstützt du kleinbäuerliche Landwirtschaft und achtest darauf, dass unsere Nutztiere angemessen gehalten werden? Oder schaust du nur auf die großen landwirtschaftlichen Konzerne, isst gar kein Fleisch mehr, und forderst, dass alle anderen auf Insekten umsteigen sollen, obwohl es zu begründen wäre, warum ich ein Insekt essen darf und das Fleisch anderer Tiere nicht?

 

Hältst du Gesetzlichkeiten zum Schutz unserer Umwelt auch ein, wenn man dir viel Geld dafür gibt und mediale Unterstützung versichert, um über das ein oder andere Gesetz mal hinwegzusehen? Oder setzt du dich mit anderen wie ein bockiges Kind irgendwo auf die Straße, damit euch die falschen Leute zuhören?

 

Setzt du dich dafür ein, dass sich Politiker mit nachvollziehbaren Zielen und Konzepten für Umweltschutz einsetzen? Oder zerstört du respektlos altes, wertvolles, kulturelles Kunstgut, indem du es beschämenderweise mit Kartoffelbrei oder Tomatensuppe beschmierst?

 

Arme Natur, ich hoffe es ist die letzte Generation, die für Chaos in den eigenen Reihen der Politik sorgt, um endlich dort für ein besseres Klima zu sorgen.

 

Text: Peggy Beuthan am 22.01.2025

Bild: Peggy Beuthan (Quelle: Anthologie "Wenn Holz schreiben könnte..." des Literaturkreises Bad Salzungen)

 

 

Verwundete Väter 

 

 

Hallo Papa, ich bin deine kleine Prinzessin. 

 

 

Ich mach mich hübsch für dich, damit du mich siehst. 

 

 

Ich folge dir und deinen Wünschen, damit du glücklich bist. 

 

 

Ich bemühe mich in allem was ich tue, um mein bestes zu geben, damit du stolz auf mich sein kannst. 

 

 

Ich schenke dir meine bedingungslose Liebe und habe einen Mann gefunden, der dir sehr ähnlich zu sein scheint. 

 

 

Aber mein Kopf ist voll vom Kampf, um das was ich mein ganzes Leben lang gegeben habe und selbst so sehr vermisse. 

 

 

Dieser Kampf findet nicht auf einem Schlachtfeld, sondern im Stillen, im Warten und Vertrauen statt.

 

 

Meine Lust ist auf ewig gefangen, weil ich um deine Liebe im Kampf ums Überleben so sehr muss bangen. 

 

 

Man funktioniert in der Hoffnung es zu schaffen, um dir etwas Leichtigkeit und Liebe zu verschaffen.

 

 

Ich bin du, ich bin Liebe. Siehst du mich nicht ist es vergebens. Du ohne Liebe und ich ohne Lust, das ist wohl der größte Verlust.

 

 

Du bist mein König, niemand anders darf es sein, solange deine Gefühle für mich bleiben geheim. Ich muss es hören und fühlen, um meinen Mann zu lieben, ansonsten ist er nur von seinem Ego getrieben. 

 

 

Text: Peggy Beuthan am 08.03.25

Bild:

https://pixabay.com/de/photos/boot-rudern-fluss-ruderboot-wasser-4474975/

 

 

Liebe braucht keine Hoffnung 

 

Ich brauche keinen Funken Hoffnung,

um einen Sinn in meinem Leben zu spüren.

 

Ja, ich glaube daran, dass es diesen Menschen gibt,

zu dem die Liebe so tief ist,

dass man bedingungslos lieben kann.

 

Ja, ich glaube daran,

dass diese Liebe das Leben für immer zum

Positiven verändert.

 

Ja, ich glaube fest daran

und stehe zu diesem Gefühl, auch wenn es nicht

erwiedert wird,

weil ich mein eigenes Glück nicht von außen

abhängig mache.

 

Das Außen ist nicht von Bedeutung,

weil ich durch diese Liebe ich selbst sein kann,

mein Leben von tiefem,

unabhängigen Sinn erfüllt ist und alles Leiden,

welches damit verbunden ist eine Bedeutung für

mein eigenes inneres Wachstum hat.

 

Ich vertraue auf das was geschieht,

auf meine eigene Gabe zu bedingungsloser Liebe

und auf das, was mir das Leben schenkt.

 

Drum muss mir niemand

einen Funken Hoffnung lassen,

denn ich bleibe gelassen.

Ich habe alles in mir,

ganz allein ohne Hoffen zu müssen.

Ich liebe und das macht mich glücklich

und bereichert mein Leben zu tiefst.

 

Text: Peggy Beuthan am 20.07.25

Bild: https://pixabay.com/de/illustrations/mond-stern-junge-angeln-traum-4450739/

 

 

 

Im Netz sozialen Miteinanders 

 

Gemeint ist nicht das Internet in virtuellen Welten nein,
der Bahnhof um die Ecke schafft uns die Möglichkeit zum wirklichen Sein.



Eine Fahrt von Land zu Land
schafft ein soziales Band.

 

Von jung bis alt, von nah und fern
nutzen die Menschen die Bahn sehr gern.

 

Ob Urlaub, Arbeit oder Spaß,
die Bahn machts möglich, auch ohne Gas.

 

Unzählige Arbeitsplätze werden geschaffen,
um so sein täglich Brot zu beschaffen.

 

Nicht nur Menschen fährt die Bahn von Ort zu Ort,
auch wichtige Güter bringt sie von hier nach dort.

 

Als Teil nachhaltiger Lieferketten,
werden Bahnhöfe zu mensch- und umweltschützenden Stätten.

 

Sogar als Helfer für andere Regionen auf der Welt,
hilft sie mit wichtigen Gütern, anstatt nur mit Geld.

 

Doch nicht nur Vorteile ein solches Miteinander hat,
es bringt Verantwortung in jede Stadt.

 

Für die Arbeiter als Teil in diesem Netz,
gelten Arbeitsschutz und gute Arbeitsbedingungen, so zumindest das Gesetz.

 

Ein jeder soll reisen können nach seiner Intension,
dafür braucht es Chancengleichheit und Inklusion.

 

Mit Name, Geburtsdatum und Anschrift sich zu registrieren,
braucht es Datenschutz, um persönlich nichts zu verlieren.

 

Wo viele Menschen sind, sind auch Konflikte,
so braucht ein Bahnhof Sicherheitsdienste, um zu vermeiden verbrecherische Delikte.

 

Da ein Bahnhof immer offen ist,
er oft auch eine Bleibe für Obdachlose ist.

 

Soziale Partner kommen zur Hilfe schnell,
um diesen Menschen zu helfen an der richtigen Stell.

 

An den Zügen hängt Werbung für soziale Projekte und Sponsoren,
so werden auch neue Ideen und Unterstützungsmöglichkeiten geboren.

 

In der Wissenschaft auch stark vertreten,
um mit Innovationen und neuer Technik Neuland zu betreten.

 

Immer im Sinne des Netzwerks für alle Menschen legal,
sorgt Compliance für eine faire Wirtschaft auch digital.

 

Digitaler Ausbau im Sinne der Kunden,
eine wichtige Sache für uns, um Fortschritt zu bekunden.

 

Wer trägt nun die Verantwortung für unser soziales Miteinander?
Es ist jeder Einzelne, wenn wir zusammenleben statt gegeneinander.

 

Ein Bahnhof hat mit dem Internet vieles gemein, doch ist es unser Wesen in analoger Wirklichkeit zu sein.

 

 

Text: Peggy Beuthan am 28.07.25

Bild:
https://pixabay.com/de/photos/bahnhof-u-bahnstation-menge-5863381/

 

 

Was bleibt, wenn die Glaubwürdigkeit stirbt

 

Was bleibt, wenn man Menschen falsche Versprechungen macht und bereits vorher weiß, dass man sie nicht einhalten wird?

 

Was bleibt, wenn man Menschen sagt, dass es nie wieder Krieg geben soll, obwohl man weiß, dass die folgenden Generationen ganz andere Ziele verfolgen werden?

 

Was bleibt, wenn den Menschen das Internet zunächst als ein freies Internet zur Verfügung gestellt wurde, um sie abhängig von ihrem zukünftigen digitalen Gefängnis zu machen, damit kein Widerstand aufkommt?

 

Was bleibt, wenn den Menschen Demokratie vorgespielt wird, obwohl sie doch nur vom Gleichen auswählen können und sich gar nichts für sie ändert, auch wenn sie nach Veränderung rufen?

 

Was bleibt, wenn man den Menschen über Jahre hinweg gefährliche Hitzewellen androht, anstatt einen grandiosen Sommer anzukündigen, obwohl sie vorher wissen, dass sie sowieso nichts dagegen unternehmen können?

 

Was bleibt, wenn Politiker Versprechungen machen, obwohl sie wissen, dass sie diese nicht halten können und damit das Vertrauen von Millionen Menschen missbrauchen und dennoch lügen?

 

Was bleibt, wenn die mächtigsten Menschen der Welt Verbrechen gegen Frauen und Kinder bekämpfen könnten und dennoch nichts tun?

 

Was bleibt, wenn reiche Menschen lieber zum Mars fliegen, anstatt in Kriegsgebieten hungernden Menschen zu helfen und sich dennoch als die Retter der Menschheit feiern lassen?

 

Was bleibt, wenn man den Menschen ein bedingungsloses Grundeinkommen anbietet, obwohl man genau weiß, daß unser zukünftiges Geld gar keinen intrinsischen Wert mehr haben soll?

 

Was bleibt, wenn man den Menschen medizinische Therapien aufzwingt, obwohl man nicht weiß, ob sie überhaupt helfen, aber man damit sehr viel Geld verdienen kann?

 

Was bleibt, wenn man den Menschen lokale Zeitungen und Staatsfernsehen zur Verfügung stellt, obwohl man gar nicht will, dass Menschen die wahren Hintergründe für Missstände auf der Welt zu hören bekommen?

 

Was bleibt, wenn man vorgibt nur das Beste für die Menschen zu wollen, und letztlich doch nur an ihrem Geld interessiert ist?

 

Was bleibt, wenn man den Menschen Rassismus vorwirft, aber selbst dafür verantwortlich ist, dass kaum jemand noch eine abweichende Meinung präsentieren darf?

 

Was bleibt, wenn man den Menschen vom wahren Kapitalismus erzählt, obwohl man weiß, dass der Globalismus nur ein schönes Wort für die Bildung eines sozialistischen Kartells darstellt, welches die Menschen in einen modernen, digitalen Feudalismus lenkt? 

 

Was bleibt, wenn KI den Menschen immer mehr Handlungs-und Aktivitätsmöglichkeiten abnimmt, obwohl eine unregulierte Verwendung und unbegrenzte Nutzungsrechte sehr gefährlich für uns alle werden können?

 

Auf der einen Seite bleibt Schuld, Gier, Egoismus, Verrohung, Täterschaft, Erpressbarkeit, Heuchelei, Lug und Trug gegenüber sich selbst, Lieblosigkeit, zu tiefst verdrängte Traurigkeit und Einsamkeit für den Rest des Lebens.

 

Auf der anderen Seite entsteht zunächst Misstrauen, Enttäuschung, Überforderung, Traurigkeit, Leid, Prokrastination und Stillstand. Aber sobald man erkennt, wer oder was dafür verantwortlich ist, und dass sich so viele Menschen ähnlich fühlen, schließt man sich zusammen, steht füreinander ein und gestaltet sein verbleibendes Leben so, wie man es sich wünscht ohne auf andere angewiesen zu sein. Alles andere ist eine einzige Täuschung, die irgendwann wieder zur Enttäuschung führt.

 

Text: Peggy Beuthan am 31.07.25

Bild:
https://pixabay.com/de/photos/lego-star-wars-star-wars-lego-jedi-6750578/

 

Holzskulptur von: Klaus-Dieter Menz

 

 

Querschnitt des Lebens

 

Ein Baum ist außen hart und rau,
aber innen ein Schatz an Erfahrung und pulsierendem Leben.

 

Seine Rinde zeigt tiefe, vom Leben gezeichnete Furchen, ein Muster so individuell wie die Haut des Menschen. Sie schützt ihn vor der Witterung, vor Austrocknung, Verletzungen und tierischen Eindringlingen.

 

Unter der Rinde schützt der Baum seine Lebensringe, seine Erfahrung. Pures Leben, welches er tief aus seinen Wurzeln an schönen, sonnigen und heiteren Tagen schöpft, aber auch an finsteren, stürmischen, regnerischen und traurigen Tagen.

 

Er lebt einfach so fort, stellt sich allen Widrigkeiten und wird dadurch immer älter, stärker, größer und dicker. Doch so dick der Baum auch wird, bewahrt er sich die pulsierende Ader des Lebens, die einem Licht tief in seinem Inneren entspringt.

 

Dieses Licht war winzig klein, zerbrechlich und dennoch lebendig wie nichts anderes auf der Welt. Es wuchs heran zu einem Pflänzchen, was lernen musste in der rauen Wildnis zu überleben.

 

Umso größer und dicker das Pflänzchen wurde, desto stärker wurde der Baum und wenn du ihn umarmst, dann spürst du sie, diese pulsierende und lebendige Kraft, die nichts als wahrhaft Leben will.

 

Doch eines Tages, im Laufe der Zeit wird auch ein Baum alt und wehrlos gegen die raue Natur. Seine Lebenskraft schwindet und der Puls in den lebensbringenden Wurzeln versiegt, sodass die Quelle des Lebens zu verschwinden scheint.

 

Aber in Wirklichkeit verändert der Baum nur seine Form und nimmt einen anderen Platz in unserem Leben ein. Wie hier, in diesem Garten erinnert er uns nun an den Querschnitt des Lebens und lebt mit seiner Seele in uns weiter.

 

Text: Peggy Beuthan am 24.08.25

Bild: Peggy Beuthan