Herzlich willkommen in meiner Welt!

 

Eine Gedankensammlung von Dr. phil. Peggy Beuthan zu den Themen Liebe, Philosophie, gesellschaftlicher Wandel, und wie wir es schaffen können uns in einer zunehmend digitalisierten Welt liebevoller zu begegnen. Die Texte finden Sie in chronologischer Reihenfolge unter dem entsprechenden Erscheinungsjahr. Den aktuellsten Text sehen Sie immer auf dieser Seite wie folgt. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen und würde mich über Kommentare und Anregungen freuen.


 

Der Mensch ist Schöpfer, produktiv, will sich ausdrücken und seinem Handeln einen Sinn geben. Das ist Individualität, Kreativität und zutiefst menschlich. Ein Zeichen dafür ist diese wunderbare Holz-Skulptur. 

 

Holzskulptur von: Klaus-Dieter Menz

 

 

Querschnitt des Lebens

 

Ein Baum ist außen hart und rau,
aber innen ein Schatz an Erfahrung und pulsierendem Leben.

 

Seine Rinde zeigt tiefe, vom Leben gezeichnete Furchen, ein Muster so individuell wie die Haut des Menschen. Sie schützt ihn vor der Witterung, vor Austrocknung, Verletzungen und tierischen Eindringlingen.

 

Unter der Rinde schützt der Baum seine Lebensringe, seine Erfahrung. Pures Leben, welches er tief aus seinen Wurzeln an schönen, sonnigen und heiteren Tagen schöpft, aber auch an finsteren, stürmischen, regnerischen und traurigen Tagen.

 

Er lebt einfach so fort, stellt sich allen Widrigkeiten und wird dadurch immer älter, stärker, größer und dicker. Doch so dick der Baum auch wird, bewahrt er sich die pulsierende Ader des Lebens, die einem Licht tief in seinem Inneren entspringt.

 

Dieses Licht war winzig klein, zerbrechlich und dennoch lebendig wie nichts anderes auf der Welt. Es wuchs heran zu einem Pflänzchen, was lernen musste in der rauen Wildnis zu überleben.

 

Umso größer und dicker das Pflänzchen wurde, desto stärker wurde der Baum und wenn du ihn umarmst, dann spürst du sie, diese pulsierende und lebendige Kraft, die nichts als wahrhaft Leben will.

 

Doch eines Tages, im Laufe der Zeit wird auch ein Baum alt und wehrlos gegen die raue Natur. Seine Lebenskraft schwindet und der Puls in den lebensbringenden Wurzeln versiegt, sodass die Quelle des Lebens zu verschwinden scheint.

 

Aber in Wirklichkeit verändert der Baum nur seine Form und nimmt einen anderen Platz in unserem Leben ein. Wie hier, in diesem Garten erinnert er uns nun an den Querschnitt des Lebens und lebt mit seiner Seele in uns weiter.

 

Text: Peggy Beuthan am 24.08.25

Bild: Peggy Beuthan 

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